NABU - Gruppe Ammersbek e.V.


Alte Wälder für den Klimaschutz

Bäume bekämpfen den Klimawandel, denn sie nehmen Kohlendioxid aus der Luft auf und bauen daraus mit Hilfe der Sonnenergie ihre Pflanzenmasse. So wirken sie als sogenannte Kohlenstoffsenke, fast die Hälfte ihrer Trockenmasse besteht aus Kohlenstoff.

Manche Wissenschaftler glauben, dass Bäume, wenn sie schneller wachsen, auch mehr Kohlenstoff aufnehmen und rasch wachsende Wälder daher nicht nur der Holzindustrie sondern auch dem Klimawandel helfen.

Zwar schon so alt wie ein Rentner, aber nicht alt genug: Ein nordeutscher Laubwald

Dies ist ein Irrtum. Eine neue Untersuchung im Wissenschaftsmagazin Science im Januar 2017 zeigt: Junge Forste, in denen die Bäume nach eingen Jahrzehnten geerntet werden oder Kurzumtriebplantagen, die in wenigen Jahren als Holzhackschnitzel in den Ofen wandern, setzen auch den Kohlenstoff schnell um und wieder frei. Die größte und längste Speicherfähigkeit für Kohlenstoff hat ein Wald aber, wenn er ein hohes Lebensalter erreicht hat.

Das Fazit der Forscher: Der beste Klimaschutz ist der Schutz der Primärwälder, der sogenannten Old-Growth-Forests mit ihren Baumveteranen.

Leider gibt es davon nicht mehr viele. Auch in Ammersbek gebt es nur wenige Bäume, die über 100 Jahre alt sind. Die meisten in Knicks oder ehemaligen Knicks und nur einzelne im Wald. Ihr Schutz ist daher ganz besonders wichtig.

        Ein paar hundert Jahre alt, aber der perfekte Klimaschützer: Eine Uralt-Buche in Hessen

Links:

Die Bedeutung alter Bäume für den Naturschutz (St. Gürlich 2009)