NABU - Gruppe Ammersbek e.V.


Die NABU-Projektwiese am Moorteich - Chronologie

Mai 2019

Es dauerte lange, bis sich Ende April ein bisschen Regen einstellte und die ersten 40 Stauden, darunter Katzenminze, Mädesüß, Schlangenknöterich, Bachnelkenwurz, Blutweiderich, Schachbrettblume und Frühlingsplatterbse, in das Bienenblumenbeet eingebracht werden konnten. 

Erst in der zweiten Maihälfte regnete es etwas ergiebiger, sodass dann Baldrian, Stauden-Ehrenpreis, Akeleiblättriger Wiesenraute, Lungenkraut, Fingerhut, Natternkopf, Fetthenne, Wolfsmilch und Silberblätter die Pflanzung komplettieren konnten. So entstand neben der Projektwiese ein großes Beet mit  diversen Wildblumen für Honig- und Wildbienen. Einige Blüten öffnen sich jetzt im Mai und Schmetterlinge, Hummeln und andere Wildbienen schauen vorbei.

Vier kleinblütige Wildrosen, die am Rande des Terrains gepflanzt wurden, bilden offenbar bereits Knospen. In ihrer Nachbarschaft wurden auch ein paar Himbeerstauden eingesetzt, da sie bei Bienen sehr begehrt sind.

Anfang Mai zeigte sich auch bereits, dass die versuchsweise eingesäte Wiesensaat aufgegangen war, denn bei genauem Hinsehen waren zwischen dem Gras wilde Schafgarbe, Klatschmohn, Kornblumen und sogar die weißrosa Blüten des Wiesenschaumkrauts erahnbar.

Alle Stauden, die  im Herbst auf den mühsam entkrauteten Randflächen des Terrains eingebracht worden waren, haben den Winter sehr gut überstanden  und zeigen eine kräftige Vitalität: Frauenmantel, Wiesenstorchschnabel, Waldastern, Dost, Geißbart, Akelei, Margeriten, Sauerampfer, Vergissmeinnicht, Herbstanemonen, Schafgarbe und Phlox, nicht zu vergessen der überall sprießende Günsel mit seinen tiefblauen Blüten  und die weißblühenden Walderdbeeren.

Ende Mai fand eine Begehung durch Mitglieder der NABU-Gruppe statt, die sich über den Fortschritt des Projektes informierten.

 Die Projektgärtnerin Siegrid Voigt zeigt dem NABU-Botaniker Gerwin Obst fragliche Jungpflanzen aus der Wiesensaat zur Identifikation.

März 2019

Seit Herbst 2018 gibt es im Ortsteil Lottbek in der Nähe des Moorteiches eine aufgebrochene Grünfläche. Davor befindet sich ein Absperrband und ein Schild mit der Aufschrift: „NABU-Projektwiese, bitte nicht betreten“. 

Hier läuft ein Experiment des NABU Ammersbek, das im Zusammenhang steht mit der Frage: „Wie können wir eine Grünfläche so verbessern, dass mehr Insekten an ihr Gefallen finden?“ Die Verwaltung der Gemeinde gab eine kleine Fläche dafür frei, und zwei Frauen aus der NABU-Gruppe machten sich an die Arbeit. Eine Fläche  hauptsächlich mit Gras und Giersch wurde umgebrochen, einige insektenfreundliche Pflanzen eingesetzt sowie 250 Blumenzwiebeln. In der einen Hälfte des Terrains wurden im Oktober 2018 Wildblumensamen ausgesät. Dann warteten die beiden Initiatorinnen gespannt auf das Frühjahr. Wird die Wiesenblumensaat aufgehen? Werden Krokusse und Narzissen blühen, um Bienen und Hummeln anzulocken? 

Dies war der Status des Experiments im Spätherbst 2018. Inzwischen sind die Krokusse und Schneeglöckchen verblüht. Erste Bienen konnten beobachtet werden. Doch bei der Wiesenblumenansaat tut sich noch nichts.

Aber die Arbeit an der Experimentierfläche ist jetzt im Frühjahr wieder aufgenommen worden, immer mehr insektenfreundliche Stauden werden gepflanzt, um mit ihren Blüten das ganze Jahr Bienen, Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge anzulocken und ihnen Nahrung zu bieten. Die beiden experimentierfreudigen „Gärtnerinnen“ sind weiterhin gespannt, ob sich ihre Arbeit wohl lohnen wird. Es heißt abzuwarten und Geduld zu haben.