NABU - Gruppe Ammersbek e.V.


Entwicklung des NSG Heidkoppelmoor

In wenigen Jahren der Betreuung durch den NABU Ammersbek hat sich das Naturschutzgebiet ökologisch beachtlich entwickelt. Befördert wurde dies u.a. durch:

Intensives Monitoring führte zu Neuentdeckungen von Pflanzen und Tieren. Manche Arten wanderten duch die positive Entwicklung wieder/neu ein, so beispielsweise Kammmolch, Rohrweihe und 2016 die Große Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis), Diese stark gefährdete Libellenart ist als Anhang II + IV nach der FFH Richtlinie streng geschützt. Es gibt ein landesweites Monitoring dieser früher sehr seltenen Moorart.

Große Moorjungfer ©Th.Behrends

Die Anzahl im NSG nachgewiesener Pflanzenarten betrug 2015 308 Arten (2014: 305, 2010: 210 Arten). Die Vorkommen der Rote Liste Arten (36 Arten nach RL SH) sind weitgehend stabil, wenngleich eine ganze Reihe von Arten sehr selten oder nur in Einzelexemplaren vorhanden sind.Dies betrifft vor allem die Arten ehemaliger Heideflächen (Englischer Ginster, Besenheide, Glockenheide), die nur reliktäre Vorkommen in Saumbiotopen aufweisen.Der weitaus größte Teil der Arten wächst auf der Borstgraswiese, ihr Erhalt ist abhängig von einer sensiblen Bewirtschaftung. Auf Mulchen oder ausfallende Mahd reagieren sie sehr empfindlich.

In den vergangenen Jahren wurde mehrere Arten der Rote Liste 1 oder 2 Kategorie im NSG nachgewiesen. Die meisten Vorkommen sind stabil. Das trifft u.a. auf die bundesweit sehr seltenen Arten wie den Rüsselkäfer Nanophyes globulus (an Peplis portula gebunden) und den Blauen Blattkäfer Oulema septentrionis zu. Letzterer hat hier sein zweites Vorkommen in ganz Norddeutschland und sein einziges in Schleswig-Holstein. Das Vorkommen ist aufgrund des überregionalen (europaweiten) Rückgangs der Art von besonderer Bedeutung. Der Schutz der Population stellt eine hohe Verantwortung dar und hat erste Priorität.


Wer die Einzelheiten nachlesen möchte, kann sich die Entwicklungsberichte und Artenlisten im Downloadbereich herunterladen.