NABU - Gruppe Ammersbek e.V.


Roteichen sollen weichen

Fortsetzung des Waldumbaus zwischen Ammersbek und Volksdorf

Anfang Oktober wird es wieder laut im Wald. Im Naturschutzgebiet Heidkoppel­moor, nahe dem Wohngebiet Rittmeisterkoppel, will die Revierförsterei Volksdorf den Anfang letzten Jahres begonnenen Umbau zu einem natürlicheren Wald fortsetzen. Da der Boden infolge des schönen Spätsommers trocken und fest ist, hat sich Förster Johannes Noffke entschlossen, gleich nach dem Ende der Brutzeit loszulegen. So halten sich die Zerstörungen durch die Forstfahrzeuge und das Rücken der Stämme gering.


Ein naturnaher Wald hat Laubbäume in allen Alters- und Zerfallsstadien, einen hohen Totholzanteil und am Boden viel Grün, die sogenannte Krautschicht.
Sein Mitarbeiter Eddwin Gorning besprach die geplanten Maßnahmen mit den Betreuern des Schutzgebietes vom NABU Ammersbek auf einem Rundgang. Der NABU ist froh, wenn die schnellwüchsigen und durchsetzungsstarken Roteichen aus Nordamerika immer mehr verschwinden und durch standortgerechte, europäische Laubbäume ersetzt werden. Dann wird es nämlich auch am Boden grüner. Bislang bildeten die Roteichenblätter eine sterile Laubschicht am Boden, die der Zersetzung durch heimische Pilze und Bakterien lange trotzt und alles Grün unter sich erstickt.

Unter Buchen, Eichen und Eschen dagegen, die sich im Wald dort anstelle der Roteichen ausbreiten sollen, kann sich die sogen. Krautschicht entwickeln. In wenigen Jahren, wenn der ökologische Waldumbau abgeschlossen ist, können sich die Spaziergänger dann im Frühling über Waldmeister und Buschwindröschen freuen.

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